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Einrichten eines low-budget NAS-Systems

Heute werden wir Euch zeigen, wie Ihr mit wenig Aufwand euere CuBox, euer Hummingboard, oder ähnliches zu einer „kleinen“, sparsamen NAS umfunktionieren oder erweitern könnt.

Als Betriebssystem wurde das stabile Debian 8 „jessie“ Image von Herrn Igor Pečovnik gewählt, welches Ihr in unserer Linksammlung findet. Natürlich seid Ihr an dieses nicht gebunden und könnt auch ein anderes wählen 😉

1. SSH Verbindung zum Gerät

Da unser Testgerät momentan nicht mit einem Monitor verbunden ist, nutzen wir eine SSH-Verbindung, um die erforderlichen Schritte durchzuführen (Siehe Post).
Natürlich könnt Ihr auch direkt am Gerät über ein Terminal diese Schritte durchführen 😉

2. Schritt Installieren der benötigten Pakete

Befehl:
sudo apt-get install samba samba-common samba-common-bin ntfs-3g mc

-Samba Pakete sind hierbei für die Windows Freigaben erforderlich
-ntfs-3g ist für Schreibzugriff auf NTFS-Formatierte USB Geräte zuständig
-mc ist der Dateimanager mit kl. Texteditor

3. Schritt Benutzer für die Samba-Freigabe definieren

!INFO:
!Es kann sein, dass als Benutzer nur exakt der von euch verwendete Benutzername UND password akzeptiert wird!!

Befehl:
sudo smbpasswd -a smbuser

In diesem Fall heißt der user root

WEITERE BEFEHLE
sudo smbpasswd -x root # Entfernen des Users root
sudo smbpasswd -d root # Deaktivieren des Users root
sudo smbpasswd -e root # Aktivieren des zuvor deaktivierten Users root

4. Mounten der Festplatte oder des USB-Sticks

Jetzt ist der Moment gekommen, an dem Ihr eure Festplatte oder USB-Stick, was auch immer Ihr freigeben wollt, an eure „NAS“ anschließt, wenn nicht schon geschehen 😉

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An dieser Stelle hier noch eine kleine Auflistung der Anschlussmöglichkeiten eines Speichermediums an die CuBox oder Hummingboard:

CuBox

  • USB
  • eSata
  • (SD)

Hummingboard

  • USB
  • mSata
  • (SD)

Wie Ihr sehen könnt, seid Ihr nicht an die USB 2.0 Ports gebunden, sondern besitzt die Möglichkeit, auch die „Hochgeschwindigkeitsanschlüsse“ eSata und mSata zu verwenden. Die SD-Karte ist bewusst in Klammern hier aufgeführt. Warum? Ich persönlich finde es nicht so sinnvoll eine Sammlung von ggf. wichtigen Daten auf dem selben Speichermedium wie dem Betriebssystem abzulegen. Sollte mal etwas passieren, ist es durchaus möglich, dass diese Daten dann auch nicht mehr verfügbar sind. Es ist natürlich etwas anderes, wenn Ihr euer Betriebssystem z.B. auf der mSata auslagert. In diesem Fall ist diese Aussage hinfällig 😉

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Bevor wir unsere Festplatte jedoch einbinden können, müssen wir erstmal schauen wo sie im System angeschlossen ist.
Hierfür führen wir folgenden Befehl aus:

sudo blkid -o list -w /dev/null

Bildschirmfoto1

Nun solltet Ihr in der Ausgabe irgendwo euer Speichermedium anhand der zu erwartenden Größe finden, bzw. an den Vermerk (not mounted)

Um das Gerät nun zu mounten verwenden wir einen der folgenden Befehle:

FAT32:
sudo mount -t vfat -o utf8,uid=root,gid=root,noatime /dev/sda1 /media

NTFS:
sudo mount -t ntfs -o utf8,uid=root,gid=root,noatime /dev/sda1 /media

Je nach dem unter welchem Namen euer Speichermedium eingehängt ist, ersetzt Ihr das sda1 durch den Namen, welcher euch durch obigen Befehl ausgegeben wurde. Eingehängt wird das Medium in /media

5. Freigabe in der Konfigurationsdatei einrichten

Nun müssen wir die Konfigurationsdatei von Samba editieren.
Hierzu müsst Ihr die Datei mit einem Editor nach Belieben öffnen.
Da wir uns aber eben schon einen kleinen Editor mit installiert haben, verwenden wir doch diesen auch gleich mal und öffnen die Datei mit folgendem Befehl:

sudo mcedit /etc/samba/smb.conf

Und fügen am Ende der Datei folgenden Zeilen ein:

[nas-share]
path=/media
read only=no
writable=yes

nas-share = Name der Freigabe
path = Pfad, welcher freigegeben wird (Möchtet Ihr einen Ordner aus dem Benutzerverzeichnis freigeben, müsst Ihr hier lediglich diesen entsprechend angeben. Z.B.: /home/tecsetter/Dokumente)

– Gespeichert wird über F2  und die Datei anschließend mit F10 geschlossen.

Nun starten wir den Dienst noch einmal neu:

/etc/init.d/samba restart

6. Zugreifen auf die Freigabe

Wollt Ihr nun auf die Freigabe zugreifen, müsst Ihr folgendes tuen:

Windows:

In den Windows Explorer folgendes in die Adresszeile eingeben:

\\IP-ADRESSE-VOM-GERÄT\nas-share

Nun werdet Ihr nach den Zugangsdaten gefragt, hier gebt Ihr die zuvor gewählten Daten ein.

Linux:

Unter Linux findet Ihr in der Regel im Dateiexplorer links einen Eintrag „Netzwerk“. Hier sucht Ihr euer Gerät raus und gebt folglich auf Nachfrage die Zugangsdaten ein.

FERTIG 🙂

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